Ein Krankenwagen ist fast ein kleines Krankenhaus auf Rädern. Ähnlich ist es bei Notarztwagen. Haben solche Einsatzfahrzeuge einen Unfall, sind die Schäden oft groß. Nicht, weil die Fahrzeuge im Einsatz zügig unterwegs sind, dafür gibt es ja eine spezielle Fahrausbildung. Sondern, weil sie mit sehr hochwertigem Equipment ausgestattet sind. Das im Schadensfall zu bewerten, ist nicht leicht.
Einer, der sich damit besonders gut auskennt, ist Mathias Kollex aus dem brandenburgischen Karstädt. Er ist spezialisiert auf Schäden an Einsatzfahrzeugen des Rettungsdienstes und Partner der Sachverständigenorganisation FSP, die zum TÜV Rheinland gehört. Seine Arbeit ist nur eins von vielen Beispielen dafür, wie vielfältig die Arbeit eines Kfz-Gutachters sein kann. Bei der FSP gibt es mehrere solcher Spezialisten. Kunden können von dieser Dienstleistung bundesweit profitieren.

In Deutschland sind derzeit fast 22.000 Krankenkraftwagen und Notarzt-Einsatzfahrzeuge unterwegs. Die Schäden, die Mathias Kollex feststellt, sind in der Regel sehr hoch. Und jedes Einsatzfahrzeug ist ein Unikat. Kollex und seine Kollegen müssen sehr viel über solche speziell ausgestatteten Fahrzeuge wissen. Nur dann können sie nach einem Unfall auch beurteilen, welche Beschädigungen am Ende welche Kosten verursachen. Das fängt schon bei den Aufbauten an. Die sind nämlich je nach Fahrzeughersteller ganz unterschiedlich konstruiert bzw. ausgebaut. Von außen kann der Laie nicht erkennen, von welchem Hersteller das Fahrzeug stammt. Der Fachmann dagegen wird mit geschultem Blick schnell sehen, um welchen Typ es sich handelt.

Jedes Einsatzfahrzeug ist ein Unikat
„Auch wenn solche Einsatzfahrzeuge bestimmten Normen unterliegen, sie können sich von Fall zu Fall erheblich unterscheiden,“ so Mathias Kollex weiter. „Dazu kommt, dass die Bestimmungen der verschiedenen Bundesländer nicht einheitlich sind, sodass es auch darauf ankommt, wo ein bestimmtes Fahrzeug im Einsatz ist.“ Wirklich haarig kann es mit der Schadensbeurteilung aber werden, wenn die empfindliche Ausrüstung in Mitleidenschaft gezogen wurde. Ein Gutachter muss nach dem Unfall feststellen, was zuvor passiert ist.
Jeder Notarzt-Einsatzwagen sowie die meisten Rettungswagen sind mit einem Unfalldatenspeicher ausgestattet. Das ist eine BlackBox, ähnlich wie sie bei Flugzeugen genutzt wird. Sie zeichnet sehr viele fahrzeugrelevante Daten auf, zum Beispiel die Kräfte, die bei einem Aufprall entstehen. Genau sie sind für mögliche Schäden die entscheidende Größe. Denn wenn ein medizinisches Gerät mit großer Wucht gegen eine Barriere im Fahrzeuginneren prallt, kann es für die Zukunft unbrauchbar sein. Die dafür verantwortlichen Kräfte wertet Kollex in seinem Gutachten aus, indem er den Unfalldatenspeicher ausliest.

Medizinische Ausstattung erfordert spezielle Kenntnisse
„Wir prüfen nicht nur das Fahrzeug und das, was darin fest verbaut ist, sondern auch die nicht festverbaute mitgeführte Sonderausstattung“ stellt der Gutachter klar. „Wenn es ans Eingemachte geht, also an die medizinische Ausstattung, müssen jedoch noch andere Spezialisten ans Werk gehen. Sie checken all das, was zuvor hohen Aufprallkräften ausgesetzt war. Bei einigen Geräten reicht schon eine bestimmte Aufprallkraft, um sie ohne weitere Prüfung aus dem Verkehr ziehen zu müssen.“
Der Unfalldatenspeicher ist in den meisten Fahrzeugen unter dem Beifahrersitz verbaut. „Leider prüfen viele Halter von Einsatzfahrzeugen diese Geräte nicht regelmäßig, obwohl sie nur dann zuverlässige Daten liefern können,“ erklärt Mathias Kollex. „Dabei es so wichtig, dass ein Unfalldatenspeicher korrekt parametriert ist. Unabhängig von unseren Gutachten ist dies auch eine Arbeit, die wir regelmäßig ausführen. Auch aus diesem Grund kennen wir diese Geräte sehr gut.“
Für Gutachten an Einsatzfahrzeugen ist eine fundierte Ausbildung und sehr viel Erfahrung erforderlich. Weil aber die Bandbreite allein bei diesen speziellen Fahrzeugen so groß ist, empfindet Mathias Kollex seine Arbeit jeden Tag wieder als spannend. „Kein Fahrzeug ist wie das andere und oft genug steckt der Teufel im Detail. Das erfordert von uns viel Aufmerksamkeit, macht aber auch riesig Spaß.“


Kfz-Gutachter: eine interessante Perspektive für Werkstatt-Profis
Wer in der Kfz-Branche auf eigenen Beinen stehen möchte, muss nicht zwingend eine Werkstatt eröffnen. Er kann sich auch eine sichere Existenz als selbstständiger Kfz-Gutachter aufbauen.
Die Spezialisten von FSP aus der TÜV Rheinland Gruppe bieten für diese abwechslungsreiche Tätigkeit eine qualifizierte Ausbildung an. Sie ist für Kfz-Meister und -Techniker eine hervorragende Grundlage zum Start in eine abwechslungsreiche und selbstbestimmte Zukunft mit dem starken Partner TÜV Rheinland an seiner Seite.
Die Ausbildung dauert drei Monate und bereitet die Teilnehmer perfekt auf die eigene Existenz vor. Mehr Informationen zur Ausbildung gibt es unter www.fsp.de.

Über FSP
Die FSP Unternehmensgruppe ist eine deutschlandweit anerkannte und tätige Kfz-Überwachungsorganisation, die zur TÜV Rheinland Gruppe gehört. Die über 650 selbstständig agierenden Partner bieten sowohl amtliche Fahrzeuguntersuchungen nach den Vorschriften der StVZO als auch Schaden- und Wertgutachten an. Weitere Informationen findet man unter www.fsp.de.

Kontakt:
FSP Leitung und Service GmbH / TÜV Rheinland Group
Mitja Bartsch
Zur Bergmeierei 1
14548 Schwielowsee
Telefon: +49 171 9980470
www.fsp.de

Pressekontakt:
Dr. Frauke Weber Kommunikation
Finkenweg 10
D-65582 Diez
Telefon: +49 6432 988613
Fax: +49 6432 988614
http://www.dr-weber-kommunikation.de
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
¬

 

 

nach oben

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.