Urlaub mit Sommer, Sonne & Sicherheit

Mit dem Start der Ferien geht auf den Straßen auch der Autoreiseverkehr wieder los. Gut durchdacht und überlegt, was alles mit in den Urlaub muss, werden die Fahrzeuge dann beladen. Aber wer denkt beim Beladen an Ladungssicherung, Gewichtsbeschränkung und den schnellen Zugriff auf Pannen- und Notfallausstattung? Wir geben Ihnen hier einen kurzen, informativen Überblick, damit Sie mit Sicherheit eine gute Urlaubsreise mit Ihrem Fahrzeug verbringen können.

Zulässiges Gesamtgewicht

Das zulässige Gesamtgewicht setzt sich aus dem Leergewicht des Fahrzeuges und der Zuladung zusammen und darf nicht überschritten werden. Hierbei ist zu beachten, dass nicht nur das Gepäck zählt, sondern auch die mitfahrenden Personen.
Was die zulässige Gesamtmasse Ihres Fahrzeuges ist, können Sie in den Fahrzeugpapieren nachlesen. Entsprechend darf vor der Fahrt auch nicht vergessen werden, den Reifendruck der Beladung anzupassen. Die Angaben hierzu finden Sie in der Fahrzeugbedienungsanleitung oder an der Innenseite der Tankklappe.

 



Notfallausstattung

Warnweste, Warndreieck und Verbandskasten am besten an einen schnell zugänglichen Ort legen. Besonders die Warnweste sollte bei einer Panne sofort griffbereit sein (und nicht im Kofferraum o. ä. liegen) und angezogen werden, bevor man aus dem Fahrzeug steigt. Auf der Autobahn muss man sich aus Sicherheitsgründen immer hinter der Leitplanke aufhalten.

 



Ladungssicherung

Man sollte sich folgendes vor Augen halten: was passiert mit meiner Ladung bei einer Vollbremsung und wo ist der sicherste Ort die Ladung zu verstauen?

 

Schwere und kompakte Gegenstände gehören daher in den Kofferraum nach unten und möglichst nah an die Rücksitzbank. Darauf können die leichteren Gepäckstücke gestapelt werden. Möglichst so, dass nichts verrutschen kann. Ein Laderaumgitter empfiehlt sich besonders, wenn man über die Höhe der Rücksitzlehne belädt.

Kleine Gegenstände verpackt man am besten in Kisten. Denn Wasserflaschen, Fahrradhelme, Kuscheltiere und Co. können bei einer Vollbremsung zum tödlichen Geschoss werden. Bereits bei einem Tempo von 50 km/h schießt jeder ungesicherte Gegenstand bei einem Frontalcrash mit dem 30- bis 50-fachen seines Eigengewichts nach vorn. Somit hat eine 1-Liter-Wasserflasche beim Aufprall ein Gewicht von 50 kg!

Bei Dachbeladung gilt zu beachten, dass damit der Schwerpunkt und das Fahrverhalten des Fahrzeuges nachteiligt beeinflusst wird.
Auch Tiere gehören rein verkehrsrechltich zur Ladung und müssen ebenfalls gesichert werden.



StVZO anderer EU Mitgliedstaaten

Als Straßenverkehrsteilnehmer muss man sich natürlich immer an die Verkehrsvorschriften halten, aber was ist dabei im Ausland zu bedenken? Hier gelten oft andere Vorschriften als bei uns in Deutschland.
Daher gilt es sich vor dem Urlaub über die Verkehrsvorschriften des Urlaubslandes zu informieren. Aber auch die Durchfahrtsländer, auf dem Weg ins Urlaubsland, sind zu beachten.

Über folgende Vorschriften sollten Sie sich auf jeden Fall informieren: Maut/Vignette, Verbandskasten, Warndreieck, Warnweste, Ersatzlampenset, Lichtpflicht am Tage, Promillegrenze, Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Unter dem folgenden Link finden Sie einen kurzen Überblick der geltenden Regeln unserer angrenztenden EU Mitgliedstaaten:



Sondergepäck

Eine rot/weiß schraffierte Warntafel ist bei Reisen in einige europäische Nachbarländer immer dann anzubringen, wenn die Ladung nach hinten über die im Fahrzeugschein eingetragenen Abmessungen hinausragt. Diese Vorschrift gilt nicht nur für Reisemobile, sondern auch für Pkw`s. Als Beispiel wären hier ein Surfbrett auf dem Dachgepäckträger, welches über die hintere Stoßstange hinausragt, oder ein am Heck angebrachter Fahrradträger zu nennen.
Oft ist nicht wirklich klar, welches Warntafeldesign für welches Land gilt. Hier sollte man sich im Vorfeld genau informieren.

 



Insassenschutz

Jeder, der schon einmal mit Kindern unterwegs war, kennt die Frage: "Wann sind wir denn endlich da?"

Um allen Reisenden die Fahrt so angenehm wie möglich zu gestalten, sollte man bei der Reise mit einem Kind häufiger Pausen einlegen und für leichte Snacks und Getränke zu sorgen. Wichtig: Glasflaschen sollten im Innenraum tabu sein, da beim Bersten scharfkantige Splitter entstehen.

Damit es auch den kleinen Passagieren im Auto nicht zu heiß wird, empfiehlt es sich ein Sonnenschutz an den Fenstern anzubringen. Auch das Unterhaltungsprogramm sollte nicht zu kurz kommen. Jedoch muss es nicht der mobile DVD-Spieler an der Kopfstütze der Vordersitze sein, es können auch Malbücher, Comic-Hefte oder Hörspiele sein. Altbewährte Spiele ohne Zubehör, wie Kennzeichen-Raten oder Wagen einer bestimmten Marke/Farbe zählen, sind auch beliebt.


In diesem Sinne wünscht die FSP für Ihren Urlaub: Mit Sicherheit eine Gute Fahrt!